Edelsteinprüfung

Brechungsindex

Der Brechungsindex von Edelsteinen und Mineralien wird mit dem sogenannten Refraktometer
gemessen. Das Refraktometer ist eines der wichtigsten Instrumente der Gemmologie (Edelsteinkunde). Das Refraktometer zeigt den Refraktor-Index auf einer internen Skala an. Mit diesem Wert und der RI-Tabelle kann ein Stein idntifiziert werden. Gemessen werden können Steine von transparent bis fast opaque. In der Regel eignet sich diese Methode für lose geschliffene und ungeschliffene Steine. Gefasste Steine lassen sich z.B. mit dem Presidium Gem Tester messen.

 

 

 

 

Das Spektroskop ist eines der wichtigsten Instrumente der Gemmologie (Edelsteinkunde), Zum Identifizieren wird ein Edelstein oder Mineral mit weissem (Licht) bestrahlt, Das Prismen Spektroskop zerlegt das vom Stein reflektierte Licht in seine Bestandteile und liefert das je nach Edelstein unterschiedliche Farb-Spektrum, Anhand dieses Spektrums ist eine Identifizierung des Edelsteins oder Minerals möglich, Bei manchen Edelsteinen können damit auch natürliche von synthetischen Steinen unterschieden werden, Die Handhabung ist denkbar einfach, Den Stein auf eine schwarze nichtreflektierende Unterlage legen, Dann mit weissem Licht bescheinen (z,B, starke Taschenlampe), Farbspektrum betrachten und mit Vorlage-Spektrum vergleichen,
In unserer Datenbank finden Sie die Spektraldaten von ca. 120 Edelsteinen und Mineralien.

 

 

 

 

SPEKTROSKOPIE

Chelsea - Filter

Der Chelsea Filter, in England in Chelsea erfunden, macht sich die optischen Eigenschaften einiger Edelsteine zunutze und verhilft damit zu ihrer sichereren Unterscheidung und Erkennung. Mit dem Chelsea-Filter besitzen Sie eines der besten und bekanntesten gemmologischen Werkzeuge schlechthin zur Identifizierung verschiedenster Edelsteine.

 

 

 

 

Verschiedene Edelsteine und Mineralien zeigen unter langwelligem und kurzwelligem UV-Licht besondere Farben an,  Dies macht man sich zunutze um Edelsteine und Mineralien zu prüfen, Die UV-Methode ist keine finale Möglichkeit der Identifikation und sollte eine von mehreren Methoden sein, Mit der UV-Methode können auch sehr leicht größere Lots untersucht werden um auffälige Steine zu erkennen und  auszusondern, Die Fluoreszenz-Farben von über 150 Edelsteinen und Mineralien finden sich in der GEM Security Identifizierungsdatenbank, die unseren Kunden kostenfrei zur Verfügung gestellt wird.

 

 

Magnetismus

Fluoreszenz

Einige Edelsteine und Mineralien reagieren aufgrund ihres metallischen Anteils auf sehr starke Magneten, Diese Eigenschaften kann man sich zum Identifizieren oder unterscheiden zu Nutze machen, Hat man z,B, ein Lot von Rubinen und einige der Steine bleiben am Magneten hängen so hat man rote Granate aufgespürt, Auf diese Weise kann man auch Alexandrit von Farbwechsel-Granaten unterscheiden. Die Granate bleiben am Magnet haften, die Alexandrite nicht. Unsere Datenbank enthält etwa 70 Edelsteine und Mineralien, die auf Magnete reagieren.

 

 

 

 

Härtebestimmung

Die Härtebestimmung nach Mohs ist keine endgültige Methode zur Identifizierung von Edelsteinen, Mineralien oder anderen Materialien, kann aber durchaus als Ausschlussverfahren dienen. Kann z.B. der angebliche Diamant mit einem Quarz o.ä. geritzt werden, kann es sich nicht um einen Diamant handeln. Was es tatsächlich ist muss dann eines der anderen Verfahren zeigen. Z.B. Dichtemessung, Spektroskop, Refraktometer oder andere Instrumente.

 

 

 

Die Strichfarbe (kurz Strich) bezeichnet in der Mineralogie die Farbe des Mineralpulvers die als einfache Bestimmungsmethode zur Unterscheidung von äußerlich ähnlich erscheinenden Mineralen verwendet wird, Um die Strichfarbe eines Minerals zu erhalten wird dieses an eine raue unglasierte Porzellanfläche gedrückt und dann daran entlang gerieben, Der Abrieb erscheint dann in einer charakteristischen Farbe die sehr verschieden von der Farbe des Minerals sein kann, So ist beispielsweise der Strich des metallisch golden glänzenden „Katzengoldes“ (Pyrit) schwarz ebenso wie der der meisten Erze. Golderz dagegen hat eine golden, gelbe Strichfarbe. Bei idiochromatischen (eigenfarbigen) Mineralen ist die Strichfarbe häufig ähnlich zur Mineralfarbe, Bei allochromatischen(fremdfarbigen) Mineralen dagegen ist die Strichfarbe meistens weiß, Farblose Mineralien haben immer einen weißen Strich,Die Strichtafel besitzt die Mohshärte 6 und entspricht damit der Härte von beispielsweise Orthoklas, Ist ein Mineral härter als die Strichtafel kann eine kleine Probe des Minerals in einem Mörser zerkleinert (pulverisiert) und auf der Strichplatte zerrieben werden,Für dunkle Minerale empfiehlt sich eine weiße für helle Minerale eine schwarze Porzellantafel,

(Quelle: Wikipedia). Die Strichprobe ist keine definitive Bestimmungsmethode sondern kann als zusätzlich Identifikationsmethod genutzt werden,Die Strichprobe sollte keinesfalls an geschliffenen und gefassten Steinen angewendet werden um diese nicht zu schädigen, In unserer Datenbank finden Sie die Strichfarben von ca. 120 Edelsteinen und Mineralien.

 

Strichtest

Dichtemessung

Einen  Behälter (z.B. Mess-Becher) mit 2/3 Wasser füllen.den Behälter auf eine Waage (möglichst Präzisionswaage) stellen.Den Behälter mit Wasser wiegen den Wert notieren, oder die Waage auf Null tarieren. Den Prüfgegenstand wiegen. Den zu testenden Gegenstand an einem dünnen Faden befestigen. (Münzen mit Tesafilm etc. und Faden) Gegenstand vollständig ins Wasser eintauchen, aber nicht auf dem Boden aufsetzten lassen oder die Wände berühren lassen (Schweben lassen). Das Gewicht des Bechers mit dem schwebenden Gegenstand messen. Bei kleinen Edelsteinen sollte man natürlich auch ein entsprechend kleines Gefäß nehmen. Hier eignen sich sogenannte Pyknometer.

Beispiel:

Der zu prüfende Gegenstand soll angeblich reines Gold sein 999/1000 und wiegt 95 Gramm.Der Becher mit dem Wasser wiegt 300 Gramm.Im Schwebenden Zustand zeigt die Waage 388,8 Gramm an.Also eine Differenz von 88,8 Gramm.Gewicht außerhalb vom Wasser 95 Gramm minus 88,8 Grammergibt 6,14 Gramm Unterschied 95 Gramm : 6,14 Gramm  = 15,47 g/cm³ also das spezifische Gewicht des Gegenstandes.Somit ist es kein reines Gold, da dieses eine Dichte von 19,30 g/cm³ haben müßte.

In unserer Datenbank finden Sie die spezifische Dichte von über 300 Edelsteinen und Mineralien.

Eine genaue Beschreibung dieses Verfahrens für die Bestimmung von Edelsteinen finden Sie hier :
Edelsteine Dichte messen

 

 

 

Radioaktivität bei Edelsteinen

Die Farben der Edel- und Halbedelsteine entstehen in der Erde durch natürliche Radionukliden.Die Farbwirkung kann aber auch durch künstliche Bestrahlung erzeugt und verstärkt werden. Meist wird dafür Elektronen- oder Gammastrahlung benutzt, die zu keinerlei Radioaktivität inden Steinen führt. Das Tragen von so behandelten Steinen ist unbedenklich. Werden Edelsteine aber mit Neutronen bestrahlt, bilden sich in den Steinen Radionuklide, die selbst Strahlung aussenden. Die Intensität dieser Strahlung nimmt im Laufe der Zeit zwar ab und die Haut, auf der Schmuck meist getragen wird, ist relativ strahlungsunempfindlich. Grundsätzlich rät dasUmweltbundesamt jedoch vom Gebrauch solcher mit Neutronen bestrahlter Edelsteine ab,um eine unnötige Strahlenbelastung auszuschließen. Mit einem Geigerzähler oder Dosimeter kann man leicht feststellen, ob Steine radioaktiv strahlen. In unserer Datenbank finden Sie ca. 90 Edelsteine und Mineralien aufgeführt, die radioaktiv sind oder möglicherweise durch Behandlung radioaktiv strahlen. Bestrahlte Steine müssen in Deutschland als behandelt oder bestrahlt gekennzeichnet sein ! Dies wird leider im Ausland nicht immer so praktiziert, wesshalb eine gesunde Portion Skepsis durchaus angebracht ist.

Am häufigsten kommen bestrahlte Steine aus Russland und den sog. asiatischen Tigerstaaten.

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