Edelstein-entstehung

Die Entstehung

Mineralien können auf verschiedene Weise im Erdinneren oder an und nahe der Erdoberfläche entstehen. (Durch die Entstehungsphasen der einzelnen Edelsteine kann auch eine ungefähre Alterseinschätzung abgegeben werden)

 

In der magmatischen Abfolge kristallisieren die Minerale aus einer glutheißen silikatischen Schmelze(Gesteinsschmelze oder Magma) aus. Diese Abfolge kann in vier Phasen unterteilt werden:

 

1. Die frühmagmatische Phase bringt keine Edelsteine hervor, es scheiden sich sehr basische Gesteine wie Chromit oder Magnetkies aus.

 

2. In der liquidmagmatischen Phase können Magmen in der Tiefe als mittel- bis grobkörnige Tiefengesteine auskristallisieren oder erdoberflächennah als Lava mittel- bis feinkörnige vulkanische Gesteine bilden.

Es entstehen jedoch überwiegend kleine Kristalle und als Beispiel dieser Phase sind Peridot, Zirkon oder Diamant zu nennen. Temperatur ca. 1500°C bis 600°C

 

3. In der pegmatitischen Phase, auch Spätkristallisationsphase genannt kristallisieren in Gesteinshohlräumen Minerale aus einer mit Fluiden

(Flüssigkeiten wie z.B. Wasser) und seltene Elemente angereicherten Restschmelze. Hier bilden sich relativ große Kristalle von Edelsteinen wie zum Beispiel Turmalin und Beryll. Temperatur ca. 700°C bis 400°C

 

4. Die pneumatolytische Phase bringt bei ähnlichen Bedingungen wie bei der pegmatitischen Phase Edelsteine wie zum Beispiel den Topas hervor. Auch hier kristallisieren die Schmelzen in Hohlräumen des Umgebungsgesteins

aus, die durch den Druck im Erdinnern gefüllt werden.

Temperatur ca. 500°C bis 300°C

 

 

 

Der Abschluss der magmatischen Abfolge bildet die hydrothermale Phase, welche auch unter ähnlichen Bedingungen stattfindet wie die pegmatitische und pneumatolytische Phase. Hier bilden sich aus angereicherten Schmelzen in Hohlräumen Edelsteine wie zum Beispiel Smaragd, Amethyst oder Achat. Temperatur ca. 400°C bis 50°C

 

Des weiteren gibt es den sedimentären Zyklus, der alle Um- und Neu/bildungen von Mineralen umfasst. Dieser Zyklus findet im Gegensatz zur magmatischen Abfolge an der Erdoberfläche, in Oberflächengewässern oder im Meer statt. Hier bilden sich durch chemische Einflüsse Edelsteine wie zum Beispiel Opal oder Türkis. Die eigentliche Sedimentation jedoch beinhaltet den Transport und

Ablagerung besonders widerstandsfähiger Minerale. So können sich durch starke Strömung oder Brandung Edelsteine wie Diamant oder Korund anhäufen.

 

Der metamorphe Zyklus findet in größeren Tiefen als der sedimentäre Zyklus statt. Gesteine gelangen durch Versenkung (Bewegungen im Erdinneren) oder gebirgsbildende Vorgänge in gewisse Tiefen und werden durch nachträgliche Wärmezufuhr (z.B. Kontakt mit heißen Schmelzen) und Druck in der strukturellen Anordnung verändert. Beispiele für Edelsteine, die in diesem Zyklus

entstehen sind Rubin, Smaragd oder Granat.

 

In verschiedenen Vorkommen der Erde sind die selben Minerale zu finden. Aufgrund der unterschiedlichen Bildungsbedingungen entstehen andere Einschlussbilder, an denen es möglich ist die Herkunft zu bestimmen. So zeigen zum Beispiel Rubine aus Burma andere Einschlüse als Rubine aus Thail and. Die Herkunft ist ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Bewertung von Steinen und sollte deshalb, insofern die Bestimmung möglich ist auf einer Expertise zu finden sein.

 

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